Das erstklassige Naturprodukt Mineralwasser bleibt unverzichtbar

Leitungswasser statt Mineralwasser? Eine Empfehlung des Bundes gibt zu denken. Mineralwasser ist ein hochwertiges Naturprodukt und wirkt sich nur gering auf die Umwelt aus. Es muss an der Quelle abgefüllt werden, um seine ursprünglichen Eigenschaften zu bewahren. Die Abfüllung garantiert Qualität und erleichtert den sicheren Ausschank. Davon sollen Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin profitieren können.

Der Bund hat eine Empfehlung veröffentlicht mit dem Ziel, den Mineralwasserkonsum einzuschränken. Eine Empfehlung in einem Leitfaden des Nationalen Kulturdialogs lautet: «Anbieten von Leitungswasser anstelle von Mineralwasser in Flaschen oder Plastikflaschen». [1] Diese Empfehlung irritiert.

Grundsätzlich hat jedes verpackte Lebensmittel eine andere Ökobilanz als Leitungswasser. Eine Studie belegt, dass der Verzicht auf Mineralwasser nur einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann: «Es zeigt sich, dass die Umweltrelevanz des Trinkwasser- bzw. Mineralwasserverbrauchs im Vergleich zum Gesamtkonsum insgesamt nur sehr gering ist. […] Im Vergleich zu den Gesamtbelastungen durch den privaten Konsum liegt der Anteil des Themas ‹Wasser› nur bei 2.4%.» [2]

Eine Empfehlung, den Mineralwasserkonsum einzuschränken, hat somit kaum messbare Umweltauswirkung.

Getränkehersteller reduzieren die Umweltauswirkungen kontinuierlich – unter anderem mit erneuerbarer Energie, mit Recyclingmaterial und leichteren Verpackungen. Laut einer Studie, die das BAFU publiziert hat, zählen PET-Flaschen zu den Getränkeverpackungen mit den geringsten Umweltauswirkungen, weil sie leicht sind und gut recycelt werden können. PET ist Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. [3]

Zudem lässt sich natürliches Mineralwasser nicht pauschal mit Leitungswasser vergleichen. Es muss laut der Getränkeverordnung unbehandelt am Ort der Quelle abgefüllt werden, um seine ursprünglichen Eigenschaften zu bewahren.

Die Abfüllung garantiert konstante Qualität und erleichtert Veranstaltern den sicheren Ausschank. Leitungswasser hingegen kann aus Seen und Flüssen gewonnen werden und muss je nach Herkunft aufbereitet werden. Zu den Konsumentinnen und Konsumenten gelangt es via Leitungen, Armaturen und Karaffen, welche die Qualität des Wassers beeinflussen können. Ein hochwertiges Naturprodukt wie Mineralwasser soll allen Menschen zugänglich sein. Empfehlungen, auf Mineralwasser zu verzichten, greifen unnötig in die Konsumentscheidung ein.

Hinzu kommt, dass Mineralwasser für Veranstalter wichtige Margen sichert. Die Zahlungsbereitschaft ist für Mineralwasser nämlich höher als für Leitungswasser. Gäste schätzen die Hochwertigkeit von Mineralwasser. Naturbelassenheit und Mineralisierung heben es von Leitungswasser ab.

Zur Bewältigung von Mangellagen empfiehlt der Bund einen Notvorrat von 9 Litern Wasser pro Person. [4] Damit zeigt auch der Bund, dass Mineralwasser unverzichtbar bleibt.

 

 

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[1] https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=103280

[2] https://esu-services.ch/fileadmin/download/jungbluth-2014-Artikel-OEkobilanz-Trinkwasser.pdf

[3] https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/P3WO7IkXNwkD/oekobilanz-schweizerische-getraenkebranche.pdf

[4] https://www.bwl.admin.ch/de/kluger-rat-notvorrat

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Redaktion | Natürliches Mineralwasser